Wider den Zweifel

aus der Feder von Sir Lion von Eisenforst

Krieg ist herauf gezogen
Und dauert jetzt schon lang
Erst gegen die Verfemten
Man viele Jahre rang
Auf Geheiß der Quihen‘Assil
Das letzte Siegel brach
Vorwärts in der Zweifler Welt
Zerstört dies Land der Schmach!

Wir zieh’n wider den Zweifel
Wir zieh’n für das Land
Mit Schild und Schwert voran
Bis die Gefahr gebannt.
Egal, ob silbern oder eisern
Schließt die Reihen, Mann für Mann
Wir sind das Heer der Elemente  
Mit Schild und Schwert voran!

Ist Zweifel erst vernichtet
Vom Antlitz dieser Welt
Gibt es keinen Verfemten
Der diese Streitmacht hält
Vernichtet wird das Schwarze Eis
Der Untod und der ganze Rest
Es wird keinen Verfemten geben
Den man am Leben lässt!

Wir zieh’n wider den Zweifel …

Und sind wir auch verschieden
Die Ziele sind doch gleich
Ist erst der Feind bezwungen
Ist geglückt und dieser Streich
Dann mögen endlich heilen
Des Landes Wunden schwer
Denn verfemtes Wirken
Gibt es dann nimmermehr!

Wir zieh’n wider den Zweifel …

Wir zieh’n wider den Zweifel
Wir zieh’n für das Land
Mit Schild und Schwert voran
Bis die Gefahr gebannt.
Egal, ob silbern oder eisern
Schließt die Reihen, Mann für Mann
Wir sind das Heer der Elemente

 – Das zuletzt gewann!

(c) Jan Breimer

Bild: Live Adventure, 2015

Es kam ein Siedler zum Ouai

aus der Feder von Sir Lion von Eisenforst

 

Es kam ein Siedler zum Ouai
Und er kam mit einer Frage
Auf die er sofort `ne Antwort braucht
Das sei ja der Ouai Aufgabe.

„Was sind das für komische Tupfen,
Die hab ich da hinten geseh‘n?“
–          „Wo genau ist denn ,da hinten‘?“
Die sind auf der Wiese und grün.“
–          „Beschreib sie doch mal etwas näher.“
„Na, die sind so fluffig und klein.“
–          „Gibt’s die auch noch in anderen Farben?“
„Weiß ich doch nicht, kann aber sein.“
–          „Das sind uns‘re Kräuter…“

 Es kam ein Siedler zum Ouai…

„Verrat mir, wer diese Frau ist,
Sie trug ein weißes Kleid!“
–          „Wo ist dir die Dame begegnet?“
„Auf dem Weg an mir vorbei geeilt.“
–          „Trug sie denn was Besonderes bei sich?
Vielleicht einen Bogen und Pfeil?“
–          „Darauf hab ich gar nicht geachtet,
Ich fand nur, ihr Vorbau war geil!“
–          „Frag mal bei Haus Fono…“

Es kam ein Siedler zum Ouai…

„Sag mal, wo ist denn Kaleaaah?“
Fragt der Siedler mit glasigem Blick.
–          „Wo hast du die Frau denn gesehen?“
„Wieso Frau? Ich mein‘ doch ’nen Typ!“
–          „Woher kennst du denn diesen Herren?“
Fragte der Ouai sehr verblüfft.
„Na hömma, den kennt doch wohl jeder,
Den ham‘ die so komisch geprüft!“
–          „Ach, du meinst Karl Weber…“

Es kam ein Siedler zum Ouai…

„Was ist denn das eckige Ding da,
Das steht so schwarz-golden da rum?“
–          „Wo hat dieses Ding denn gestanden?“
„Auf dem Boden, in diese Richtung!“
–          „Sag mir, wie viele Ecken das Ding hat.“
„Ich glaube, es waren drei.“
–          „Stand es vielleicht hinter `ner Mauer?“
„Ja, und Untote war’n auch dabei!“
–          „Die Siegelpyramide…“

Es kam ein Siedler zum Ouai…

„Wer ist die Frau mit roten Haaren
Die steht bei den Wichtigen rum?“
–          „Wo hast du die Frau denn gesehen?“
„Auf dem Schlachtfeld, die Frage ist dumm!“
–          „Was trug die Frau denn für Bekleidung?“
„Bronzeplatte auf grünem Kleid“
–          „Sah man bei ihr vielleicht auch Nuram?“
„Die Böppel? Weiß ich nicht, tut mir leid.“
–           „Du sprichst von Johanna …“

Es kam ein Siedler zum Ouai…

Dies Liedlein, das ist hier zu Ende
Glaubt ihr denn, es braucht ne Moral?
Bei all diesen schwierigen Fragen
Die für die Ouai eine Qual?
Drum will ich’s mit einer versuchen,
Auch wenn sie vielleicht jemand stört,
Ich werde sie auch recht kurz halten,
Drum sperrt die Ohr‘n auf und hört:
Dummer, dummer Siedler…

Und kommt ein Siedler zum Ouai
Und sei’s auch mit der dümmsten Frage
Bekommt er jederzeit `ne Antwort drauf
Denn das ist der Ouai Aufgabe!

Spezial-Refrain:

Es kam ein Ouai zum Ouai
Und er kommt mit einer Klage
Mir hört heut wieder keiner richtig zu!
Die Siedler sind ’ne echte Plage …

 

(c) Jan Breimer

Adel verpflichtet

aus der Feder von Sir Lion von Eisenforst

 

Alles, was Ihr seht ist schöner Schein,
Edle Kleider und lieblichen Wein,
Doch das Ihr nicht seht, was Ihr nicht versteht,
Ist, was es wirklich heißt, ein Ritter zu sein.

Nobilitas obligatur,
Der Ritter ist es, der getreulich wacht,
Nobilitas obligatur,
Egal, ob bei Sturm oder in kalter Nacht,
Denn Adel verpflichtet, vergiss das niemals,
Du bist Repräsentant dieses Ideals,
Nobilitas obligatur,
Vergiss niemals deine Pflicht.

Mit sieben Jahren kommst du dann
Zu einem gestandenen Rittersmann,
Doch bist du weniger wert, als des Ritters Pferd,
So fängt deine Laufbahn als Ritter an.

Zu dienen wird dann dein Tagwerk sein,
Hälst Gewand und Rüstung des Ritters rein,
Doch bist nicht gründlich genug, füllst nicht rasch seinen Krug,
Schlägt er nach dir mit der Rute drein.

Als Knappe lernst du wohl zu führen das Schwert,
Den Stich mit der Lanze, den Ritt auf dem Pferd,
Doch auch Führung und Arten von Taktiken warten,
Zu wissen, wie man sich des Feindes erwehrt.

Nobilitas obligatur …

Und alle Tugend, die dich ziert,
Wird in deine Seele eingraviert,
Doch so hoch liegt der Pfahl, hoch das Ideal,
Dass manch einer glaubt, dass er den Kampf verliert.

Die Milte, Maße, Treue, Würde, Zucht,
Hövischkeit, Beständigkit, Demut,
Tapferkeit und Güte sind des Ritters Blüte,
Doch vergiss niemals den hohen Mut.

Hast du alle Tugend verinnerlicht
Und auch der Minne Vers und Gedicht,
Das, wenn dein Schwertvater spricht, stolz ist sein Gesicht,
Dann ist die Zeit für die Lange Wacht.

Nobilitas obligatur …

Am Tag wirst du auf jede Tugend geprüft,
Zu zeigen, was du in den Jahren gelernt,
Gestreng ist der Test, doch fehlst du nicht, das steht fest,
Und viel zu schnell bricht die Nacht herein.

Trägst nur ein weißes Untergewand,
Bar an den Füßen und nichts in der Hand,
Hälst du die ganze Nacht vor der Götter Schrein Wacht,
Dein Rittervater gibt auf dich acht.

Sieht man der Sonne erste Strahlen,
Ohne dass dir die Augen zugefallen,
Dann nimmst du ein Bad, wäschst des Knappen Last ab,
Und wirst feierlich auf die Knie bald fallen.

Nobilitas obligatur …

Jetzt trägst du der Rüstung blanken Stahl,
Auf dem Wams prangt das Wappen deiner Wahl,
Dein Rittervater spricht, dann der Schlag ins Gesicht,
Erhebt euch als Ritter, er zuletzt befahl.

Nun liegt es bei dir, wie du weiter verfährst,
Wohin dich dein Schritt führt, wem du Lehnstreue schwörst,
Doch lass dir bei der Wahl Zeit, denn ein Ruf, der eilt weit,
Und dieser sich nur schwerlich ändern lässt.

Und seht ihr jetzt des reichen Ritters Bild,
So ist doch einzig sein Wort sein Schild,
Mein Wort, dein Pfand, mit dem Schwert in der Hand,
Oder hoch zu Ross, des Volkes Schild.

Nobilitas obligatur …

So dient der Ritter dem Herrn als Vasall,
Das Volk schützt er, egal in welchem Fall,
Egal wer zu ihm spricht, er tut stets seine Pflicht,
Hat er doch zu dienen überall.

Darum respektiert eure Ritterschaft,
Die für euch streitet, ein Vorbild euch ist,
Denn des Ritters Eid gilt auf Lebenszeit,
Das ist es, was es heißt, ein Ritter zu sein.

Nobilitas obligatur,
Der Ritter ist es, der getreulich wacht,
Nobilitas obligatur,
Egal, ob bei Sturm oder in kalter Nacht,
Denn Adel verpflichtet, vergiss das niemals,
Du bist Repräsentant dieses Ideals,
Nobilitas obligatur,
Vergiss niemals deine Pflicht.

(c) Jan Breimer