Conankündigung: Tiefenwacht 1 – Erster Rosenkonvent und Hoftag der Dornen

Erschöpft strich sich Tenja die Haare aus dem Gesicht. Es war fast dunkel, doch zum Verschnaufen blieb noch später Zeit. Jetzt mussten diese Balken endlich an die Baustelle kommen. Sie trieb Bruno mit einem aufmunternden Zungenschnalzen an, und der Ochse ließ sich brummend herab, ein wenig schneller zu werden.
Im schwindenden Licht machten sich die Umrisse des Haupthauses imposant vor dem dunkler werdenden Himmel aus. Bald schon würde die Baustelle beendet sein.
Sir Lion von Eisenforst, der Herr von Tiefenwacht, hatte sich bereit erklärt, hier am Ende des Jahres zahlreiche Gäste zu beherbergen. Karl Weber, der Archon selbst, wollte hier Hoftag halten. Einladungen waren an alle Lehen des Reichs der Rosen versendet. Seit Wochen liefen die Arbeiten auf Hochtouren, um endlich die letzten Arbeiten abzuschließen. Der Hospitalflügel und die Wirtschaftgebäude waren bereits fertig, doch dem Haupthaus fehlte noch immer das Dach.
Beim Abladen der Balken hatte Tenja Zeit, Bruno mit Heu zu füttern. Der Verwalter des Anwesens kam auf den Hof und grüßte sie. Sie plauderten einen Augenblick miteinander.
„Ist denn schon bekannt, wann die Herrschaften hier eintreffen?“ fragte sie neugierig, denn sie würde zu gerne einen Blick auf den Archon und die Vögte und Barone der Lehen werfen.  Doch der Verwalter schüttelte lächelnd den Kopf.
„Nein, das wird auch noch ein Weilchen dauern“, antwortete er, „vermutlich werden sie nur wenige Tage hier bleiben. Der Archon hält Hof, und es sollen alle die Möglichkeit haben, ihre Anliegen vorzutragen. Außerdem wird er wohl selbst noch die eine oder andere Neuigkeit mitteilen.“
„Und was genau ist dieser Konvent?“, hakte Tenja nach, „ich habe irgendwas von den Heilern drüben gehört, die kleine Nari ist schon ganz aufgeregt deswegen.“ Der Verwalter schmunzelte.
„Der Konvent soll den Lehen und den Einwohnern den Raum und die Zeit geben, einander besser kennen zu lernen und auch zu zeigen, was ihre Lehen besonders macht. Außerdem haben die Heiler irgendetwas vor, und Sir Lion will den Aquaschrein endlich weihen lassen.“ Er hob die Schultern. „Wer weiß, was den Herrschaften noch so alles einfällt? Bald werden wir es sehen.“

OT-Infos:
Wir möchten vom 10.-12. November 2017 zum ersten Konvent der Rosen einladen, einem Ambientecon mit kleinem Programm. Der Hintergrund des Cons ist, unseren Reichseinwohnern die Möglichkeit zum Austausch und internem Spiel zu geben. Außerdem wird der Archon seinen ersten offiziellen Hoftag in diesem Rahmen abhalten.
Das Con richtet sich in erster Linie an Einwohner im Reich der Rosen, an Vertreter aller Lehen, und an enge Freunde des Reichs sowie Vertreter der Elementarvölker. Wir bitten deswegen um Verständnis, dass Reichseinwohner ein Voranmelderecht genießen. Außerdem möchten wir versuchen, alle Lehen gleichermaßen zu berücksichtigen, weswegen es sein kann, dass wir bei einigen Lehen nicht alle Anmeldungen sofort durchwinken können, da wir nur begrenzten Platz zur Verfügung haben.
Die Burg Waldmannshausen ist eine ehemalige Wasserburg in der Nähe von Limburg. Wir bieten ein Wochenende mit Vollverpflegung und Unterkunft in Mehrbettzimmern. Die Burg ist sehr ambientig, und wir wollen versuchen, den Lehen genug Platz einzuräumen, um sich den anderen angemessen zu präsentieren.
Wir sind offen für Programmpunkte, die die Lehen selbst einbringen möchten. Von unserer Seite gibt es neben dem Hoftag des Archons nur kleine Programmpunkte, vor allem für Heiler, die Interesse an der Institution der Reichsheilerschaft haben. Genauere Informationen zu weiteren Punkten werden im Laufe des Jahres noch bekannt gegeben.

Hier nochmal die wichtigsten Infos:
Wann: 10.-12.11.2017
Wo: Burg Waldmannshausen, Elbtal
Kosten: SC bis 01.07.17: 75€, bis 01.11.17: 80€, danach gilt als Conzahler + 15€
GSC (nur nach Absprache): 55€
Verpflegung: Vollverpflegung inkl. Kaffee, Tee und Wasser, alles weitere an Getränken ist selbst mitzubringen (wir werden keine Taverne stellen können).
—–
Achtung, dieses Con ist eine Siedlercon auf dem Kontinent Mythodea. Es gilt das Regelwerk von Mythodea sowie DKWDDK. Die Veranstaltung ist eine Ambientecon, trotzdem behalten wir uns vor, bei unbekannten Spielern einen Charakterbogen anzufordern.
Bitte beachtet außerdem, dass die Con im Reich der Rosen spielt. Orks, Drow und Chaosanhänger werden im Reich nicht gern gesehen und ggf. feindselig behandelt, solange sie kein offizielles mythodeanisches Amt ausüben. Mehr zu diesem Thema ist hier zu finden: Das Reich der Rosen

Anmeldung unter: https://goo.gl/forms/KHBP0zvcfpdII1yk1 (google-Formular)
Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier: agbs-tiefenwacht. Mit dem Ausfüllen der Anmeldung erkennt ihr diese an.
Orga-Kontakt: tiefenwacht@gmx.de (Suse/Myrea)
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Wider den Zweifel

aus der Feder von Sir Lion von Eisenforst

Krieg ist herauf gezogen
Und dauert jetzt schon lang
Erst gegen die Verfemten
Man viele Jahre rang
Auf Geheiß der Quihen‘Assil
Das letzte Siegel brach
Vorwärts in der Zweifler Welt
Zerstört dies Land der Schmach!

Wir zieh’n wider den Zweifel
Wir zieh’n für das Land
Mit Schild und Schwert voran
Bis die Gefahr gebannt.
Egal, ob silbern oder eisern
Schließt die Reihen, Mann für Mann
Wir sind das Heer der Elemente  
Mit Schild und Schwert voran!

Ist Zweifel erst vernichtet
Vom Antlitz dieser Welt
Gibt es keinen Verfemten
Der diese Streitmacht hält
Vernichtet wird das Schwarze Eis
Der Untod und der ganze Rest
Es wird keinen Verfemten geben
Den man am Leben lässt!

Wir zieh’n wider den Zweifel …

Und sind wir auch verschieden
Die Ziele sind doch gleich
Ist erst der Feind bezwungen
Ist geglückt und dieser Streich
Dann mögen endlich heilen
Des Landes Wunden schwer
Denn verfemtes Wirken
Gibt es dann nimmermehr!

Wir zieh’n wider den Zweifel …

Wir zieh’n wider den Zweifel
Wir zieh’n für das Land
Mit Schild und Schwert voran
Bis die Gefahr gebannt.
Egal, ob silbern oder eisern
Schließt die Reihen, Mann für Mann
Wir sind das Heer der Elemente

 – Das zuletzt gewann!

(c) Jan Breimer

Bild: Live Adventure, 2015

Schöner spielen mit den Heilern (1/2) — ConQuest-Blog

Eine tobende Schlacht. Die Armee der Untoten hat die Siedler in einen Hinterhalt gelockt. In einer einzigen konzentrierten Aktion haben sie die zahlenmäßig weit unterlegenen Gegner überrannt, niedergemacht, was niederzumachen war, und sich sofort in den nahegelegenen Wald zurückgezogen. Und nun liegen sie da, überall verstreut, und schreien nach Hilfe. Das ist die Stunde der […]

über Schöner spielen mit den Heilern (1/2) — ConQuest-Blog

Ein Gastbeitrag von mir über das Heilerspiel auf Cons – Danke an das Live Adventure-Team für die Plattform!

Adel verpflichtet

aus der Feder von Sir Lion von Eisenforst

 

Alles, was Ihr seht ist schöner Schein,
Edle Kleider und lieblichen Wein,
Doch das Ihr nicht seht, was Ihr nicht versteht,
Ist, was es wirklich heißt, ein Ritter zu sein.

Nobilitas obligatur,
Der Ritter ist es, der getreulich wacht,
Nobilitas obligatur,
Egal, ob bei Sturm oder in kalter Nacht,
Denn Adel verpflichtet, vergiss das niemals,
Du bist Repräsentant dieses Ideals,
Nobilitas obligatur,
Vergiss niemals deine Pflicht.

Mit sieben Jahren kommst du dann
Zu einem gestandenen Rittersmann,
Doch bist du weniger wert, als des Ritters Pferd,
So fängt deine Laufbahn als Ritter an.

Zu dienen wird dann dein Tagwerk sein,
Hälst Gewand und Rüstung des Ritters rein,
Doch bist nicht gründlich genug, füllst nicht rasch seinen Krug,
Schlägt er nach dir mit der Rute drein.

Als Knappe lernst du wohl zu führen das Schwert,
Den Stich mit der Lanze, den Ritt auf dem Pferd,
Doch auch Führung und Arten von Taktiken warten,
Zu wissen, wie man sich des Feindes erwehrt.

Nobilitas obligatur …

Und alle Tugend, die dich ziert,
Wird in deine Seele eingraviert,
Doch so hoch liegt der Pfahl, hoch das Ideal,
Dass manch einer glaubt, dass er den Kampf verliert.

Die Milte, Maße, Treue, Würde, Zucht,
Hövischkeit, Beständigkit, Demut,
Tapferkeit und Güte sind des Ritters Blüte,
Doch vergiss niemals den hohen Mut.

Hast du alle Tugend verinnerlicht
Und auch der Minne Vers und Gedicht,
Das, wenn dein Schwertvater spricht, stolz ist sein Gesicht,
Dann ist die Zeit für die Lange Wacht.

Nobilitas obligatur …

Am Tag wirst du auf jede Tugend geprüft,
Zu zeigen, was du in den Jahren gelernt,
Gestreng ist der Test, doch fehlst du nicht, das steht fest,
Und viel zu schnell bricht die Nacht herein.

Trägst nur ein weißes Untergewand,
Bar an den Füßen und nichts in der Hand,
Hälst du die ganze Nacht vor der Götter Schrein Wacht,
Dein Rittervater gibt auf dich acht.

Sieht man der Sonne erste Strahlen,
Ohne dass dir die Augen zugefallen,
Dann nimmst du ein Bad, wäschst des Knappen Last ab,
Und wirst feierlich auf die Knie bald fallen.

Nobilitas obligatur …

Jetzt trägst du der Rüstung blanken Stahl,
Auf dem Wams prangt das Wappen deiner Wahl,
Dein Rittervater spricht, dann der Schlag ins Gesicht,
Erhebt euch als Ritter, er zuletzt befahl.

Nun liegt es bei dir, wie du weiter verfährst,
Wohin dich dein Schritt führt, wem du Lehnstreue schwörst,
Doch lass dir bei der Wahl Zeit, denn ein Ruf, der eilt weit,
Und dieser sich nur schwerlich ändern lässt.

Und seht ihr jetzt des reichen Ritters Bild,
So ist doch einzig sein Wort sein Schild,
Mein Wort, dein Pfand, mit dem Schwert in der Hand,
Oder hoch zu Ross, des Volkes Schild.

Nobilitas obligatur …

So dient der Ritter dem Herrn als Vasall,
Das Volk schützt er, egal in welchem Fall,
Egal wer zu ihm spricht, er tut stets seine Pflicht,
Hat er doch zu dienen überall.

Darum respektiert eure Ritterschaft,
Die für euch streitet, ein Vorbild euch ist,
Denn des Ritters Eid gilt auf Lebenszeit,
Das ist es, was es heißt, ein Ritter zu sein.

Nobilitas obligatur,
Der Ritter ist es, der getreulich wacht,
Nobilitas obligatur,
Egal, ob bei Sturm oder in kalter Nacht,
Denn Adel verpflichtet, vergiss das niemals,
Du bist Repräsentant dieses Ideals,
Nobilitas obligatur,
Vergiss niemals deine Pflicht.

(c) Jan Breimer

Conbericht: Die Farben der Heimat

Achtung, der folgende Bericht bezieht sich auf ein Con der Mythodea-Kampagne: Wer sich in diesem Land nicht auskennt, wird über die Begriffe stolpern, aber ich hoffe, dass der Bericht trotzdem interessant ist, und versuche zu spezifische Ausführungen zu vermeiden.


Am Wochenende war ich auf einem kleinen Ambiente-Con, das vor dem Hintergrund der Mythodea-Kampagne spielte. Das Setting ist schnell erzählt: Ein Werkmeister der Tivar Khar’Assil und eine Ouai-Meisterin haben beschlossen, dass es vor dem großen Sommerfeldzug sinnvoll sein könnte, wenn sich ein paar Leute, die eigentlich in vollkommen unterschiedlichen idealistischen Lagern unterwegs sind, fernab von brodelnden Konfliktherden und tobenden Schlachten kennenlernen können.

Der grundlegende Konflikt auf Spielerseite in der Mythodea-Kampagne dreht sich um den Umgang mit der zweiten Schöpfung, den sogenannten „verfemten Elementen“. Auf der einen Seite gibt es die religiösen Fundamentalisten, die am liebsten alles Verfemte ohne Diskussion auf Sicht erschlagen – und Leute, die sich überlegen, dass es eventuell sinnvoll sein könnte, vorher ein paar Fragen zu stellen, gleich mit. Auf der anderen Seite gibt es jene pazifistischen Einhornkinder, die meinen, selbst mit Geschöpfen einer offensichtich pervertierten und verdrehten Schöpfung müsse man friedlich koexistieren.

Klingt polemisch? Ist es auch. Und genau darum ging es auf diesem Con. Dass die Verteter beider Richtungen – die „eisern“ und „silbern“ genannt werden – die Chance haben, sich in einem moderierten, überschaubaren Rahmen zu beschnuppern und ihre Ansichten auszutauschen.

Und was ist passiert? Das, was bei solch einer Begegnung wohl häufig herauskommt: Dass man feststellt, dass das eigene Bild über die andere Fraktion überzogen ist, dass viele Dinge ungleich differenzierter sind, als man angenommen hat und dass sich – oh Wunder – hinter den Begriffen „Die Eisernen“ und „Die Silbernen“ Leute verstecken, die genauso unterschiedlich sind wie die in der eigenen Fraktion. So wenig wie zwei Silberne die genau gleiche Ansicht haben über das, was silbern genau ist, so trifft dies auch bei den Eisernen zu. Und die Extremisten ganz am Rand der Skala sind dann doch seltener, als man vorher meinte.

OT:

Das Con war mit knapp 38 Teilnehmern sehr überschaubar. Das Gelände lag in der Nähe von Bamberg in Unterfranken, ein idyllischer kleiner Zeltplatz mit fester Hütte, ordentlichen sanitären Anlagen, einem kleinen Bach und wirklich schönem Wald.

Die zwei-Mann-Orga hat für alle Teilnehmer einen großen Baldachin zur Verfügung gestellt und konnte ob der kleinen Gruppe sogar Vollverpflegung anbieten. Beim Auf- und Abbau und auch beim Kochen oder Wasserholen waren alle Spieler mit eingebunden, was aber absolut problemlos ablief und dazu führte, dass am Sonntag schon um halb zwölf Mann und Maus vom Zeltplatz verschwunden waren.

Absolutes Highlight war das große Gerüst mit den farbigen Fahnen (unten dazu mehr), das aussah wie ein großes Rund tibetanischer Gebetsfahnen und den Zeltplatz dominierte.

Man merkt der Orga an, dass sie gewöhnt ist, mit großen Gruppen zu arbeiten und wirklich routiniert ist. Das war eines der am besten organisierten Cons, auf dem ich jemals war.

IT:

Wie schon erwähnt,  ging es auf dieser Con darum, einander besser kennen zu lernen. Neben Vertretern der Eisernen und Silbernen waren auch etliche Vertreter von Elementarvölkern eingeladen, die das Treffen mit ihrem Wissen und ihren Ansichten bereicherten und auch etwas zur Entzerrung des Konfliktpotentials beitrugen. Die beiden Gastgeber hatten sich zu diesem Zweck im Vorfeld darüber verständigt, wen sie einladen wollten und dann Gruppen gebildet, zu denen sich die Gäste zuordnen mussten. Jeder erhielt ein Namensschild von sich mit einem Begriff daran, der ihn nach Meinung des Gaastgebers, der ihn eingeladen hatte, passend beschrieb. Dann musste man einen auf einem Gerüst aufgehängten Begriff finden, der dazu passte. Unter jedem Begriff hingen zwischen zwei und vier Fahnen, die aus fünf Seidenstreifen in den Farben der Elemente bestanden. Indem jeder Gast den Oberbegriff suchte, zu dem sein persönlicher Begriff passen könnte, wurde er also Teil einer Gruppe – nämlich der aller, die ebenfalls zu diesem Oberbegriff passten. Die Gruppen waren stets so gemischt, dass man die anderen Gruppenmitglieder nicht oder kaum kannte. Diese Gruppen konnten nun Aufgaben erledigen, um Punkte zu sammeln. Natürlich waren die Aufgaben so gestaltet, dass sie zum Austausch anregten. Und so waren die beiden Tage erfüllt von vielen interessanten, mitunter durchaus konfliktbehafteten Gesprächen, aber auch von Spielen, Lachen und Musik. Am Samstagabend fand ein kleines Fest statt, in dessen Rahmen dann einige der Aufgaben allen präsentiert wurden: Gedichte, die aus den Diskussionen über Gegensätze und Gemeinsamkeiten der Silbernen und Eisernen entstanden waren, Lieder, die geschrieben und Tänze, die erfunden worden waren.  Außerdem war ausreichend Zeit, dazwischen immer wieder auch mit den eigenen Leuten in Ruhe über Dinge zu reden, die auf abenteuerlastigen Cons schlichtweg zu kurz kommen.

Fazit:

Alles in allem ein wirklich wunderbares  Ambiente-Con, das in seinem liebevollen Rahmenplot unglaublich viel Potential für die Charaktere der Spieler ließ, um sich auszutauschen oder auch mal die persönliche Geschichte zu bespielen. Eiserne und Silberne werden ganz sicher nicht plötzlich alle Differenzen fallen lassen, aber das war auch nicht die Absicht hinter dem Con. Aber man hat einen unverstellten  Blick auf die andere Seite erhaschen können. Es gab keine großen, epischen Momente, aber einen Haufen kleiner, ganz persönlicher Highlights. Und die Fahnen, die nun ein jeder, beschmückt mit erspielten Verzierungen, mitnehmen durfte, werden hoffentlich auf den folgenden Großcons das eine oder andere Zelt verzieren und zeigen: Hier lagert jemand, der die Farben der Heimat kennt.

Erste Basteleien

Der Baumarkt unseres Vertrauens um die Ecke hat neuerdings schlichte Holzkisten aus Kiefernholz. Die größten sind 30x40x20 cm groß, die kleinsten haben etwas weniger als die halbe Größe.

Diese wurden von uns nun abgeschliffen und mit Holzlasur gestrichen, damit sie nicht gleich kaputt gehen, wenn sie mal im feuchten Gras oder gar Regen stehen.

Danach ging es ans Verschönern mittels Acrylfarbe. Wir haben das das erste Mal ausprobiert und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein – alleine schon nicht aufgrund der Anschaffung der Farben und Pinsel.

Ich fand es sehr angenehm, mit den Acrylfarben zu arbeiten. Sie decken sehr gut und sind wasserlöslich, was die Handhabung im normalen Laienbastel-Haushalt sehr erleichert.

Hier sind die ersten Ergebnisse:

Kisten

Die oberste Kiste ist, wie man sehen kann, noch nicht fertig. Sie soll eine Kombination des Landeswappens der Leuenmark mit den Elementsymbolen Mythodeas werden. (schnöderweise wird das einfach unsere Geschirrkiste, die dann aber auch gut mal draußen am Tisch stehen kann).

Die beiden Wappenkisten hat mein Mann verziert. Das linke ist das Wappen des Ritterordens, dem er angehört, der „Orden der schützenden Hand“, die rechte trägt sein persönliches Wappen. Die Wappen hat er selbst entworfen, verfeinert und mit Helmzier versehen wurden sie von der großartigen Susanne Habermann, Die Larpzeichnerin .

Das untere ist die Schreiberkiste meines Charakters, während die Ordenswappenkiste einen Teil meiner Heilerutensilien beherbergen wird. Allerdings nur einen Teil, der im Lager/Lazarett bleibt. denn die Truhen haben zwar Scharniere und Griffe, aber keine sicheren Verschlüsse.

Den ersten Einsatz hatten die Kisten letztes Wochenende, und wir sind sehr zufrieden. Auch, weil die sich hervorragend stapeln und transportieren lassen.

Es werden noch weitere folgen. Alleine schon, weil wir für unsere anderen Charaktere auch noch Kisten brauchen können.