Es kam ein Siedler zum Ouai

aus der Feder von Sir Lion von Eisenforst

 

Es kam ein Siedler zum Ouai
Und er kam mit einer Frage
Auf die er sofort `ne Antwort braucht
Das sei ja der Ouai Aufgabe.

„Was sind das für komische Tupfen,
Die hab ich da hinten geseh‘n?“
–          „Wo genau ist denn ,da hinten‘?“
Die sind auf der Wiese und grün.“
–          „Beschreib sie doch mal etwas näher.“
„Na, die sind so fluffig und klein.“
–          „Gibt’s die auch noch in anderen Farben?“
„Weiß ich doch nicht, kann aber sein.“
–          „Das sind uns‘re Kräuter…“

 Es kam ein Siedler zum Ouai…

„Verrat mir, wer diese Frau ist,
Sie trug ein weißes Kleid!“
–          „Wo ist dir die Dame begegnet?“
„Auf dem Weg an mir vorbei geeilt.“
–          „Trug sie denn was Besonderes bei sich?
Vielleicht einen Bogen und Pfeil?“
–          „Darauf hab ich gar nicht geachtet,
Ich fand nur, ihr Vorbau war geil!“
–          „Frag mal bei Haus Fono…“

Es kam ein Siedler zum Ouai…

„Sag mal, wo ist denn Kaleaaah?“
Fragt der Siedler mit glasigem Blick.
–          „Wo hast du die Frau denn gesehen?“
„Wieso Frau? Ich mein‘ doch ’nen Typ!“
–          „Woher kennst du denn diesen Herren?“
Fragte der Ouai sehr verblüfft.
„Na hömma, den kennt doch wohl jeder,
Den ham‘ die so komisch geprüft!“
–          „Ach, du meinst Karl Weber…“

Es kam ein Siedler zum Ouai…

„Was ist denn das eckige Ding da,
Das steht so schwarz-golden da rum?“
–          „Wo hat dieses Ding denn gestanden?“
„Auf dem Boden, in diese Richtung!“
–          „Sag mir, wie viele Ecken das Ding hat.“
„Ich glaube, es waren drei.“
–          „Stand es vielleicht hinter `ner Mauer?“
„Ja, und Untote war’n auch dabei!“
–          „Die Siegelpyramide…“

Es kam ein Siedler zum Ouai…

„Wer ist die Frau mit roten Haaren
Die steht bei den Wichtigen rum?“
–          „Wo hast du die Frau denn gesehen?“
„Auf dem Schlachtfeld, die Frage ist dumm!“
–          „Was trug die Frau denn für Bekleidung?“
„Bronzeplatte auf grünem Kleid“
–          „Sah man bei ihr vielleicht auch Nuram?“
„Die Böppel? Weiß ich nicht, tut mir leid.“
–           „Du sprichst von Johanna …“

Es kam ein Siedler zum Ouai…

Dies Liedlein, das ist hier zu Ende
Glaubt ihr denn, es braucht ne Moral?
Bei all diesen schwierigen Fragen
Die für die Ouai eine Qual?
Drum will ich’s mit einer versuchen,
Auch wenn sie vielleicht jemand stört,
Ich werde sie auch recht kurz halten,
Drum sperrt die Ohr‘n auf und hört:
Dummer, dummer Siedler…

Und kommt ein Siedler zum Ouai
Und sei’s auch mit der dümmsten Frage
Bekommt er jederzeit `ne Antwort drauf
Denn das ist der Ouai Aufgabe!

Spezial-Refrain:

Es kam ein Ouai zum Ouai
Und er kommt mit einer Klage
Mir hört heut wieder keiner richtig zu!
Die Siedler sind ’ne echte Plage …

 

(c) Jan Breimer

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Adel verpflichtet

aus der Feder von Sir Lion von Eisenforst

 

Alles, was Ihr seht ist schöner Schein,
Edle Kleider und lieblichen Wein,
Doch das Ihr nicht seht, was Ihr nicht versteht,
Ist, was es wirklich heißt, ein Ritter zu sein.

Nobilitas obligatur,
Der Ritter ist es, der getreulich wacht,
Nobilitas obligatur,
Egal, ob bei Sturm oder in kalter Nacht,
Denn Adel verpflichtet, vergiss das niemals,
Du bist Repräsentant dieses Ideals,
Nobilitas obligatur,
Vergiss niemals deine Pflicht.

Mit sieben Jahren kommst du dann
Zu einem gestandenen Rittersmann,
Doch bist du weniger wert, als des Ritters Pferd,
So fängt deine Laufbahn als Ritter an.

Zu dienen wird dann dein Tagwerk sein,
Hälst Gewand und Rüstung des Ritters rein,
Doch bist nicht gründlich genug, füllst nicht rasch seinen Krug,
Schlägt er nach dir mit der Rute drein.

Als Knappe lernst du wohl zu führen das Schwert,
Den Stich mit der Lanze, den Ritt auf dem Pferd,
Doch auch Führung und Arten von Taktiken warten,
Zu wissen, wie man sich des Feindes erwehrt.

Nobilitas obligatur …

Und alle Tugend, die dich ziert,
Wird in deine Seele eingraviert,
Doch so hoch liegt der Pfahl, hoch das Ideal,
Dass manch einer glaubt, dass er den Kampf verliert.

Die Milte, Maße, Treue, Würde, Zucht,
Hövischkeit, Beständigkit, Demut,
Tapferkeit und Güte sind des Ritters Blüte,
Doch vergiss niemals den hohen Mut.

Hast du alle Tugend verinnerlicht
Und auch der Minne Vers und Gedicht,
Das, wenn dein Schwertvater spricht, stolz ist sein Gesicht,
Dann ist die Zeit für die Lange Wacht.

Nobilitas obligatur …

Am Tag wirst du auf jede Tugend geprüft,
Zu zeigen, was du in den Jahren gelernt,
Gestreng ist der Test, doch fehlst du nicht, das steht fest,
Und viel zu schnell bricht die Nacht herein.

Trägst nur ein weißes Untergewand,
Bar an den Füßen und nichts in der Hand,
Hälst du die ganze Nacht vor der Götter Schrein Wacht,
Dein Rittervater gibt auf dich acht.

Sieht man der Sonne erste Strahlen,
Ohne dass dir die Augen zugefallen,
Dann nimmst du ein Bad, wäschst des Knappen Last ab,
Und wirst feierlich auf die Knie bald fallen.

Nobilitas obligatur …

Jetzt trägst du der Rüstung blanken Stahl,
Auf dem Wams prangt das Wappen deiner Wahl,
Dein Rittervater spricht, dann der Schlag ins Gesicht,
Erhebt euch als Ritter, er zuletzt befahl.

Nun liegt es bei dir, wie du weiter verfährst,
Wohin dich dein Schritt führt, wem du Lehnstreue schwörst,
Doch lass dir bei der Wahl Zeit, denn ein Ruf, der eilt weit,
Und dieser sich nur schwerlich ändern lässt.

Und seht ihr jetzt des reichen Ritters Bild,
So ist doch einzig sein Wort sein Schild,
Mein Wort, dein Pfand, mit dem Schwert in der Hand,
Oder hoch zu Ross, des Volkes Schild.

Nobilitas obligatur …

So dient der Ritter dem Herrn als Vasall,
Das Volk schützt er, egal in welchem Fall,
Egal wer zu ihm spricht, er tut stets seine Pflicht,
Hat er doch zu dienen überall.

Darum respektiert eure Ritterschaft,
Die für euch streitet, ein Vorbild euch ist,
Denn des Ritters Eid gilt auf Lebenszeit,
Das ist es, was es heißt, ein Ritter zu sein.

Nobilitas obligatur,
Der Ritter ist es, der getreulich wacht,
Nobilitas obligatur,
Egal, ob bei Sturm oder in kalter Nacht,
Denn Adel verpflichtet, vergiss das niemals,
Du bist Repräsentant dieses Ideals,
Nobilitas obligatur,
Vergiss niemals deine Pflicht.

(c) Jan Breimer

Conbericht: Die Farben der Heimat

Achtung, der folgende Bericht bezieht sich auf ein Con der Mythodea-Kampagne: Wer sich in diesem Land nicht auskennt, wird über die Begriffe stolpern, aber ich hoffe, dass der Bericht trotzdem interessant ist, und versuche zu spezifische Ausführungen zu vermeiden.


Am Wochenende war ich auf einem kleinen Ambiente-Con, das vor dem Hintergrund der Mythodea-Kampagne spielte. Das Setting ist schnell erzählt: Ein Werkmeister der Tivar Khar’Assil und eine Ouai-Meisterin haben beschlossen, dass es vor dem großen Sommerfeldzug sinnvoll sein könnte, wenn sich ein paar Leute, die eigentlich in vollkommen unterschiedlichen idealistischen Lagern unterwegs sind, fernab von brodelnden Konfliktherden und tobenden Schlachten kennenlernen können.

Der grundlegende Konflikt auf Spielerseite in der Mythodea-Kampagne dreht sich um den Umgang mit der zweiten Schöpfung, den sogenannten „verfemten Elementen“. Auf der einen Seite gibt es die religiösen Fundamentalisten, die am liebsten alles Verfemte ohne Diskussion auf Sicht erschlagen – und Leute, die sich überlegen, dass es eventuell sinnvoll sein könnte, vorher ein paar Fragen zu stellen, gleich mit. Auf der anderen Seite gibt es jene pazifistischen Einhornkinder, die meinen, selbst mit Geschöpfen einer offensichtich pervertierten und verdrehten Schöpfung müsse man friedlich koexistieren.

Klingt polemisch? Ist es auch. Und genau darum ging es auf diesem Con. Dass die Verteter beider Richtungen – die „eisern“ und „silbern“ genannt werden – die Chance haben, sich in einem moderierten, überschaubaren Rahmen zu beschnuppern und ihre Ansichten auszutauschen.

Und was ist passiert? Das, was bei solch einer Begegnung wohl häufig herauskommt: Dass man feststellt, dass das eigene Bild über die andere Fraktion überzogen ist, dass viele Dinge ungleich differenzierter sind, als man angenommen hat und dass sich – oh Wunder – hinter den Begriffen „Die Eisernen“ und „Die Silbernen“ Leute verstecken, die genauso unterschiedlich sind wie die in der eigenen Fraktion. So wenig wie zwei Silberne die genau gleiche Ansicht haben über das, was silbern genau ist, so trifft dies auch bei den Eisernen zu. Und die Extremisten ganz am Rand der Skala sind dann doch seltener, als man vorher meinte.

OT:

Das Con war mit knapp 38 Teilnehmern sehr überschaubar. Das Gelände lag in der Nähe von Bamberg in Unterfranken, ein idyllischer kleiner Zeltplatz mit fester Hütte, ordentlichen sanitären Anlagen, einem kleinen Bach und wirklich schönem Wald.

Die zwei-Mann-Orga hat für alle Teilnehmer einen großen Baldachin zur Verfügung gestellt und konnte ob der kleinen Gruppe sogar Vollverpflegung anbieten. Beim Auf- und Abbau und auch beim Kochen oder Wasserholen waren alle Spieler mit eingebunden, was aber absolut problemlos ablief und dazu führte, dass am Sonntag schon um halb zwölf Mann und Maus vom Zeltplatz verschwunden waren.

Absolutes Highlight war das große Gerüst mit den farbigen Fahnen (unten dazu mehr), das aussah wie ein großes Rund tibetanischer Gebetsfahnen und den Zeltplatz dominierte.

Man merkt der Orga an, dass sie gewöhnt ist, mit großen Gruppen zu arbeiten und wirklich routiniert ist. Das war eines der am besten organisierten Cons, auf dem ich jemals war.

IT:

Wie schon erwähnt,  ging es auf dieser Con darum, einander besser kennen zu lernen. Neben Vertretern der Eisernen und Silbernen waren auch etliche Vertreter von Elementarvölkern eingeladen, die das Treffen mit ihrem Wissen und ihren Ansichten bereicherten und auch etwas zur Entzerrung des Konfliktpotentials beitrugen. Die beiden Gastgeber hatten sich zu diesem Zweck im Vorfeld darüber verständigt, wen sie einladen wollten und dann Gruppen gebildet, zu denen sich die Gäste zuordnen mussten. Jeder erhielt ein Namensschild von sich mit einem Begriff daran, der ihn nach Meinung des Gaastgebers, der ihn eingeladen hatte, passend beschrieb. Dann musste man einen auf einem Gerüst aufgehängten Begriff finden, der dazu passte. Unter jedem Begriff hingen zwischen zwei und vier Fahnen, die aus fünf Seidenstreifen in den Farben der Elemente bestanden. Indem jeder Gast den Oberbegriff suchte, zu dem sein persönlicher Begriff passen könnte, wurde er also Teil einer Gruppe – nämlich der aller, die ebenfalls zu diesem Oberbegriff passten. Die Gruppen waren stets so gemischt, dass man die anderen Gruppenmitglieder nicht oder kaum kannte. Diese Gruppen konnten nun Aufgaben erledigen, um Punkte zu sammeln. Natürlich waren die Aufgaben so gestaltet, dass sie zum Austausch anregten. Und so waren die beiden Tage erfüllt von vielen interessanten, mitunter durchaus konfliktbehafteten Gesprächen, aber auch von Spielen, Lachen und Musik. Am Samstagabend fand ein kleines Fest statt, in dessen Rahmen dann einige der Aufgaben allen präsentiert wurden: Gedichte, die aus den Diskussionen über Gegensätze und Gemeinsamkeiten der Silbernen und Eisernen entstanden waren, Lieder, die geschrieben und Tänze, die erfunden worden waren.  Außerdem war ausreichend Zeit, dazwischen immer wieder auch mit den eigenen Leuten in Ruhe über Dinge zu reden, die auf abenteuerlastigen Cons schlichtweg zu kurz kommen.

Fazit:

Alles in allem ein wirklich wunderbares  Ambiente-Con, das in seinem liebevollen Rahmenplot unglaublich viel Potential für die Charaktere der Spieler ließ, um sich auszutauschen oder auch mal die persönliche Geschichte zu bespielen. Eiserne und Silberne werden ganz sicher nicht plötzlich alle Differenzen fallen lassen, aber das war auch nicht die Absicht hinter dem Con. Aber man hat einen unverstellten  Blick auf die andere Seite erhaschen können. Es gab keine großen, epischen Momente, aber einen Haufen kleiner, ganz persönlicher Highlights. Und die Fahnen, die nun ein jeder, beschmückt mit erspielten Verzierungen, mitnehmen durfte, werden hoffentlich auf den folgenden Großcons das eine oder andere Zelt verzieren und zeigen: Hier lagert jemand, der die Farben der Heimat kennt.

Update: Geschirrkiste

Die Geschirrkiste ist inzwischen fertig verziert. Ich bin recht zufrieden damit:

Kiste geschlossen (1)

Oben mittig das Wappen der Leuenmark, darunter die Elementsymbole Mythodeas.

Was mich wirklioch freut, ist, dass in die Kiste bequem unsere Essensuntensilien reinpassen – sogar inklusive des großen Wasserkruges. Das ewige Ein- und Ausräumen und Stopfen zwischen unsere Klamotten hat damit auch ein Ende.

Kiste offen

(Hier sieht man übrigens sehr gut, dass die Kiste wirklich nur aus schlichtem Kiefernholz besteht.)

Erste Basteleien

Der Baumarkt unseres Vertrauens um die Ecke hat neuerdings schlichte Holzkisten aus Kiefernholz. Die größten sind 30x40x20 cm groß, die kleinsten haben etwas weniger als die halbe Größe.

Diese wurden von uns nun abgeschliffen und mit Holzlasur gestrichen, damit sie nicht gleich kaputt gehen, wenn sie mal im feuchten Gras oder gar Regen stehen.

Danach ging es ans Verschönern mittels Acrylfarbe. Wir haben das das erste Mal ausprobiert und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein – alleine schon nicht aufgrund der Anschaffung der Farben und Pinsel.

Ich fand es sehr angenehm, mit den Acrylfarben zu arbeiten. Sie decken sehr gut und sind wasserlöslich, was die Handhabung im normalen Laienbastel-Haushalt sehr erleichert.

Hier sind die ersten Ergebnisse:

Kisten

Die oberste Kiste ist, wie man sehen kann, noch nicht fertig. Sie soll eine Kombination des Landeswappens der Leuenmark mit den Elementsymbolen Mythodeas werden. (schnöderweise wird das einfach unsere Geschirrkiste, die dann aber auch gut mal draußen am Tisch stehen kann).

Die beiden Wappenkisten hat mein Mann verziert. Das linke ist das Wappen des Ritterordens, dem er angehört, der „Orden der schützenden Hand“, die rechte trägt sein persönliches Wappen. Die Wappen hat er selbst entworfen, verfeinert und mit Helmzier versehen wurden sie von der großartigen Susanne Habermann, Die Larpzeichnerin .

Das untere ist die Schreiberkiste meines Charakters, während die Ordenswappenkiste einen Teil meiner Heilerutensilien beherbergen wird. Allerdings nur einen Teil, der im Lager/Lazarett bleibt. denn die Truhen haben zwar Scharniere und Griffe, aber keine sicheren Verschlüsse.

Den ersten Einsatz hatten die Kisten letztes Wochenende, und wir sind sehr zufrieden. Auch, weil die sich hervorragend stapeln und transportieren lassen.

Es werden noch weitere folgen. Alleine schon, weil wir für unsere anderen Charaktere auch noch Kisten brauchen können.

Willkommen

Herzlich willkommen auf meinem neuen Blog! Hier soll sich alles rund um das große Thema Liverollenspiel drehen, das einen nicht unbedeutenden Teil meiner Freizeit einnimmt. Das Blog soll ein Sammelsurium verschiedener Bereiche rund um dieses wunderbare Hobby werden.Ich freue mich über Kommentare oder Verlinkungen zu anderen Blogs und Websites.

Viel Spaß beim Lesen!